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BVD- Bovine Virus Diarrhoe
Bovine Virus Diarrhoe (BVD) - Betriebs-Tier-Übersicht
Die Abfragefunktion gibt der Veterinärverwaltung einen Überblick über die
Zahl der persistent infizierten (PI) Rinder in ihrem Dienstgebiet.
Sie dient zur Unterstützung der Überwachungsaufgaben im Rahmen der
BVDV-Verordnung. Die Übersicht liefert zudem die Tiere, die beispielsweise noch
nicht untersucht wurden und über einem Monat alt sind (O9).
Die Auswahl kann nach lebenden oder toten Tieren gefiltert werden. Zu den toten
Rindern zählen auch ausgeführte Tiere.
Der behandelnde Tierarzt verfügt über einen eingeschränkten Zugriff auf Tierinformationen für seine
Vollmachtsbetriebe. Daten zum Tierende (Tod/Schlachtung/Ausfuhr,
Todesdatum, Betrieb zum Zeitpunkt des Todes/Schlachtung/Ausfuhr) werden nicht
ausgegeben! Entsprechend sind die betroffenen Spalten grau markiert.
Die Statistik wird einmal in der Woche (samstags) aktualisiert! Die
ermittelten Daten zum Rind sind damit nicht exakt und weichen ggf. von den im
aktuellen Bestandsregister ausgewiesenen Tiergesundheitsdaten ab. Darüber
hinaus können
Lebenslauffehler zu einer fehlerhaften Zuordnung des Tieres zu einem Halter führen!
Datenausgabe
Zu dem Tier wird der Halter, die Stammdaten (Geburtsdatum, Rasse und
Geschlecht) und der BVD-Status ausgegeben. Er wird ermittelt auf Basis der
tierindividuell eingetragenen Einzelbefunde. Bei der Übermittlung der
Untersuchungsdaten durch die Labore oder Veterinärverwaltung führt die HIT
umfangreiche Plausibilitätsprüfungen durch; so wird z.B. geprüft, ob das
beprobte Tier für die im Untersuchungsinstitut verwendete Nachweismethode das
vorgeschriebene Mindestalter hat oder ob im Fall eines positiven Befundes die
Bestätigungsuntersuchung im korrekten Untersuchungsabstand erfolgte.
Das Status-Datum entspricht in der Regel dem Probenahmedatum; im Fall eines
abgeleiteten Status (z.B. P9= BVDV infiziert, wahrscheinlich persistent (ohne
Wiederholung, tot vor Ablauf von 40 Tagen) wird das Todesdatum hier ausgegeben.
Beim Status P10 (Persistent mit BVDV infiziert (ohne Wiederholungsuntersuchung
nach Ablauf von 40 Tagen) ergibt sich das Statusdatum aus dem Zeitpunkt der
abgelaufenen 60-Tage-Frist.
Zudem beinhaltet die Übersicht Informationen zur
Entstehung des Tieres (ist es z.B. durch die Geburtsmeldung oder durch eine
EU-Einfuhrmeldung in der HIT-Datenbank registriert); bei der Auswahl von
"toten" Rindern wird ausgegeben, welche Meldung zur Ausbuchung aus der
Datenbank führte (Schlachtung, Ausfuhr, Tod). Da der praktizierende Tierarzt
über keinen Datenzugriff auf das Tierende in dieser Übersicht verfügt, sind
die entsprechenden Spalten leer und grau markiert.

Erweiterte Form
Um sich die wiederholte Eingabe von Auswahlkriterien von häufig
durchgeführten Abfragen zu ersparen, wie z.B. die Suche nach trächtig
zugegangenen Rindern, sind die Filterkriterien speicherbar. Hierzu sind die gewünschten
Parameter anzugeben und unter einer Kurzbezeichnung (max. 10 Zeichen) sowie einer erklärenden
Beschreibung zu speichern.
Vorgehensweise zur Nutzung von wiederkehrenden Abfragen
- Erstellung einer eigenen Abfrage
=>Eingabe der Suchparameter ( z.B. trächtig zugegangene Tiere)
=>Anzeigen
=>unter einer Bezeichnung (max.10 Zeichen) / Beschreibung speichern

- Verwendung gespeicherter Abfragen
=>Abfrage zum Laden auswählen
=>Aktion (Zählen,
Anzeigen oder Erstellung einer Statistik durchführen)
- Löschen von Abfragen
=>Abfrage auswählen
=>Löschen

Der Landkreis kann in Kurzform (z.B. 09123) oder mit dem entsprechenden
Betriebsnummernbereich eingegeben werden ( z.B. 09123 0000 000-09123 9999 999).
Dieses Eingabefeld verfügt über erweiterte
Suchoptionen, erkennbar an dem Fragezeichen mit dem grünen Rand
.
für Halter / Anfangsbetrieb / Endebetrieb
In Abhängigkeit von der Fragestellung ist für den angegebenen
Betriebsnummernbereich festzulegen, welche Betriebe betrachtet werden sollen:
Halter
 | ist der aktuelle Halter bei lebenden Tieren |
 | ist der überwiegend letzte Halter bei toten Tieren (= geschlachtete /
tote / ausgeführte Rinder) |
Anfangsbetrieb
 | ist der Geburtsbetrieb oder Einfuhrbetrieb oder Ersterfassungsbetrieb |
Beispiel: Geburtsbetriebe zu Tieren ohne BVD-Status, die älter 6 Monate und
im Zeitraum vom 01.01.2011 bis 25.03.2013 geboren sind.

Endebetrieb
 | ist der Schlacht- oder Ausfuhrbetrieb oder Verendungs-/Tötungsbetrieb |
Welche Tiere in der Auswertung (im angegebenen Betriebsnummernbereich) zu
berücksichtigen sind, ist hier auszuwählen.
lebende = in Deutschland gemeldet, keine Endmeldung (Todmeldung,
Schlachtung, Ausfuhr) vorliegend
tote/ausgeführt/unklar ="nicht in DE lebende", also geschlachtete, als
tot gemeldete, ausgeführte/exportierte Rinder aber auch Tier ohne
VVVO-Meldung, für die andere Daten wie z.B. BVD-Tests vorliegen.
Alle Tiere (= lebende und
tote, inkl. ausgeführte Rinder und auch Tiere ohne VVVO-Meldung (z.B. nur mit BVD-Test
ohne Geburtsmeldung)) erhalten Sie, wenn Sie lebende UND
tot/ausgeführt/unklar anhaken.
Folgende Optionen sind möglich ("oder auch"-Verknüpfung):
 | Tiere mit positiver Ohrstanze
Es handelt sich hier um Rinder mit Status U0
|
 | PI-Tiere mit eigener Untersuchung
Tiere mit Status P9, P10, P11 und P99 sind in dieser Auswahl
|
 | PI-Tiere mit abgeleiteten Status
Gefiltert wird nach Tieren mit Status P35 |
 | PI- Befunde älter XX Tage
Die Abfrage ermittelt Tiere mit Status P9, P10, P11, P35 und P99, deren
PI-Befundfeststellung bereits XX Tage in der Vergangenheit lag.
|
 | Tiere ohne Status
Die Suche umfasst Tiere mit einem O-Status (O1 bis O8) und ohne Untersuchungsergebnisse.
|
 | Spezieller Status oder ohne Untersuchung
Dieses Eingabefeld verfügt über erweiterte
Suchoptionen, erkennbar an dem Fragezeichen mit dem grünen Rand
.
Soll die Abfrage auf Tiere mit einem bestimmten Status eingeschränkt
werden, kann hier direkt der Code, wie z.B. U1 oder die numerische Form
(beispielsweise 301) eingegeben werden. Mehrere Codes sind mit Komma
getrennt anzugeben. Zudem ist die Suche nach Rindern ohne eine
Untersuchung möglich durch die Eingabe der Zeichenkombination %--
oder LEER oder NULL (Großbuchstaben oder Kleinschrift zulässig).
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 | Verbrachte (zugegangene) Tiere ohne / nicht negativen Status
Dieses Eingabefeld verfügt über erweiterte
Suchoptionen, erkennbar an dem Fragezeichen mit dem grünen Rand
.
Gemäß §4 der geltenden BVD-Verordnung dürfen Rinder aus einem Bestand
verbracht oder in einen Bestand nur eingestellt werden, soweit sie
BVDV-unverdächtig sind.
Die Abfrage liefert Rinder, die zum Zeitpunkt der Verbringung nicht
untersucht sind oder keinen negativen
Befund haben oder die nach dem Zugang einen anderen negativen
Status erhalten: Ändert sich der Status nach dem Zugang des Tieres, wird
auch das Status-Datum aktualisiert, so dass die Information einer früheren
Probenahme verloren geht. Somit hat eine zweite Untersuchung im
Zugangsbetrieb, die zu einem anderen N-Status führt (N12, N15) zur Folge,
dass das Status-Datum nunmehr nach dem Zugang ist und zu einer fehlerhaften
Auswertung führt.
Beispiele:
| Zugang |
Status-Datum |
Weitere Untersuchung |
Status |
Hinweis |
| 01.01.2011 |
31.12.2010 |
|
N10 |
Verbringung ok- damit ist das Tier nicht in der Liste |
| 01.01.2011 |
02.01.2011 |
|
N10 |
Zum Zeitpunkt der Verbringung hat das Tier keinen Status
- damit in der Liste |
| 01.01.2011 |
31.12.2010 (N10) |
03.01.2011 |
N15 |
Das Status-Datum ist nun nach dem Zugang - obwohl das
Tier zum Zeitpunkt der Verbringung einen BVD-unverdächtigen Status
hatte, ist es falsch in der Liste |
| 01.01.2011 |
02.01.2011 |
03.01.2011 |
N15 |
Zum Zeitpunkt der Verbringung hatte das Tier noch keinen
Status- damit ist es zurecht in der Liste |
Achtung: Das Suchergebnis beinhaltet nur die aktuellen Halter, die
im angegebenen Zeitraum diese Rinder zugegangen haben (bei toten oder ausgeführten Rindern
ist es der Betrieb, der im letzten Lebensmonat das Tier überwiegend hielt).
Vorherige Verbringungen werden hier nicht berücksichtigt. Ist der aktuelle
Halter nicht im abgefragten Betriebsnummernbereich, werden keine Daten
gefunden.
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 | Kalbestatus / Trächtigkeit bei Zugang (zur Abfrage trächtig
zugegangener Rinder =>
"Trojaner"-Kälber)
Dieses Eingabefeld verfügt über erweiterte
Suchoptionen, erkennbar an dem Fragezeichen mit dem grünen Rand
.
Laut §3 der geltenden BVDV-Verordnung sind Kälber unverzüglich nach der
Geburt zu untersuchen, soweit die Kälber von Rindern stammen, die tragend
in den Bestand eingestellt worden sind. Um die trächtig zugegangenen Tiere zu filtern, ist hier entweder der numerische Code
(=2) laut Schlüsselliste (KALBZU_STA)
anzugeben oder der Kurztext (z.B. NZT). Die Abfrage verschiedener Codes ist durch Eingabe eines Bereichs möglich (z.B.
1-3)
oder in der Aufzählungsform.
Die Datumsangabe betrachtet die aktuelle bzw. letzte Haltungsperiode.
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Übersicht BVD-Tierstatus
| Code |
Beschreibung |
Zusätzliche
Hinweise |
untersuchungs
pflichtig |
| SYS |
keine Aussage zum Tier wegen Systemfehler |
|
x |
| O1 |
ohne Status (Keine verwertbare Untersuchung) |
Rind mit einem invaliden oder
grenzwertigen Untersuchungsergebnis |
X |
| O2 |
ohne Status (serologisch negativ, aber Tier zu jung) |
Rind war zum Zeitpunkt der serologischen
Blut-Untersuchung zu jung.
|
X |
| O3 |
ohne Status (serologisch positiv, aber Tier zu jung) |
Rind war zum Zeitpunkt der serologischen
Blut-Untersuchung zu jung. Auch Tiere mit einem zusätzlichen
virologisch negativen Befund (Blut-Probenahmdatum am selben Tag oder
davor), der aber vor Erreichen des
Mindestalters erhoben wurde, erhalten diesen Status. |
X |
| O4 |
ohne Status (virologisch negativ, aber Test zu früh) |
Rind war zum Zeitpunkt der virologischen
Blut-Untersuchung zu jung. Nach der amtlichen Methodensammlung ist für die jeweilige Nachweismethode ein bestimmtes Alter des Tieres zur
Probeentnahme vorgeschrieben (siehe zulässiges
Alter für Untersuchung). Auch Tiere mit einem zusätzlichen
virologisch negativen Befund (Blut-Probenahmdatum nach ser.), der aber vor Erreichen des
Mindestalters erhoben wurde, erhalten diesen Status. |
X |
| O5 |
ohne Status (serologisch negativ) |
Rind mit einem
serologisch negativen Untersuchungsergebnis. Gemäß der geltenden Bundesverordnung zum
Schutz der Rinderbestände gegen die Infektion mit dem Bovinen
Virusdiarrhoe-Virus (BVDV), wenn ein virologisch
negatives Untersuchungsergebnis vorliegt. |
X |
| O6 |
ohne Status (kein Probenmaterial) |
Der Status wird vergeben, wenn dem Labor kein Probenmaterial zur Untersuchung vorliegt. Die betreffenden Tiere können damit gezielt für eine Nachuntersuchung ermittelt werden. |
x |
| O7 |
Probe eingegangen |
Soll der Rinderhalter über den Probeneingang informiert werden, meldet das Labor den Befund mit der entsprechenden Methode (Code 998)
mit der Untersuchungsart= 0 und Ergebnis=4 |
x |
| O8 |
ohne Status (serologisch
positiv, war früher N21) |
Rind mit einem
serologisch positiven Befund, das nach dem 01.01.2011 auf BVDV untersucht
wurde. Solange für das Tier noch kein virologisch negatives
Untersuchungsergebnis vorliegt, gilt es nicht als BVDV
unverdächtig!
Vor Inkrafttreten der neuen BVDV-Verordnung erhielten diese Tiere den
Status N21 und wurden damit als nicht persistent infiziert eingestuft. |
x |
| O9 |
ohne Status, Tier älter 30
Tage |
Rind welches
älter ist als einen Monat, für das jedoch noch kein BVD Untersuchungsbefund
vorliegt (Geburt nach In Kraft Treten der VO vom 27.06.2016) |
x |
| N10 |
BVDV unverdächtiges Rind (virologisch negativ aus Ohrstanze) |
Rind mit einem virologisch negativen Untersuchungsergebnis (Ohrgewebe als Probenmaterial).
Wenn weitere virologisch negative BVD-Befunde folgen, bleibt der Status
auf N10; bei einem serologisch negativen Untersuchungsergebnis ändert
sich der Status in N12.Im Fall eines serologisch oder virologisch
positiven Befundes ändert sich N10 in N15. Der Status N15 bleibt, wenn
ein weiteres serologisch negatives Ergebnis folgen würde. |
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| N11 |
BVDV unverdächtiges Rind
(virologisch negativ) |
Rind mit einem virologisch negativen Untersuchungsergebnis;
wenn ein serologisch negativer Befund folgt, ändert sich der Status auf
N12, im Fall eines serologisch positiven Untersuchungsergebnisses führt
dies zu N15. |
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| N12 |
BVDV unverdächtiges Rind
(virologisch und serologisch negativ) |
Rind mit einem virologisch und serologisch negativen Untersuchungsergebnis;
bei einem weiteren serologisch positiven Befund ändert sich der Status
auf N15. |
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| N13 |
BVDV unverdächtiges Rind (virologisch negativ, nachuntersucht) |
Das Rind war zunächst virologisch positiv und bei der Nachuntersuchung negativ; es lag zum Zeitpunkt der ersten Probennahme eine transiente (vorübergehende) Infektion vor.
Ein zusätzlicher serologisch positiver Befund hat keine Statusänderung
zur Folge. Bei einem weiteren serologisch negativen Befund ändert sich
der Status auf N14. |
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| N14 |
BVDV unverdächtiges Rind
(virol. und serol. neg., nachuntersucht) |
Das Rind war zunächst virologisch positiv; es folgte eine weitere
Probenentnahme, die zugleich virologisch und serologisch untersucht wurde. |
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| N15 |
BVDV unverdächtiges
Rind (virologisch negativ und serologisch positiv) |
Das Rind hat
einen virologisch negativen und serologisch positiven Befund. Folgt
ein virologisch positives Untersuchungsergebnis, wechselt der Status auf
U3. |
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| N16 |
BVDV unverdächtiges
Rind (Auslandsuntersuchung mit amtlicher Bescheinigung) |
Der Status
ergibt sich aus der Befundmeldung auf Grundlage der amtstierärztlichen
Bescheinigung über die BVDV Unverdächtigkeit des eingeführten /
importierten Rindes. Wird das Tier nochmals auf BVD untersucht, wird
der N16 durch den aktuellen Status überschrieben. |
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| N21 |
entfällt ab 01.01.2011:
Nicht persistent mit BVDV infiziert (2.Grad, in JTF-Unters. serologisch positiv) |
Rind mit einem
serologisch positiven Untersuchungsergebnis (Ab 01.01.2011 wird dieser
Befund als Status 08 ausgegeben, weil nach der geltenden BVDV-Bundesverordnung
ein Rind als BVDV-unverdächtig gilt, wenn ein virologisch
negatives Untersuchungsergebnis vorliegt. |
X |
| N31 |
entfällt ab
01.01.2011:
Nicht persistent mit BVDV infiziert (3.Grad, indirekt über
JTF-Untersuchung, Verfahren Bayern) |
Status aus dem freiwilligen bayerischen
Bekämpfungsverfahren, das am 31.12.2010 endete.
Nach dem Inkrafttreten der neuen Bundesverordnung zum
Schutz der Rinderbestände gegen die Infektion mit dem Bovinen
Virusdiarrhoe-Virus (BVDV) am 01.01.2011, verlieren die betreffenden
Rinder diesen Status und sind zu untersuchen.
|
X |
| N32 |
entfällt ab
01.01.2011:
Nicht persistent mit BVDV infiziert (3.Grad, indirekt über JTF-Unters., Verfahren Bayern,
ser. neg) |
Status aus dem freiwilligen bayerischen
Bekämpfungsverfahren, das am 31.12.2010 endete.
Nach dem Inkrafttreten der neuen Bundesverordnung zum
Schutz der Rinderbestände gegen die Infektion mit dem Bovinen
Virusdiarrhoe-Virus (BVDV) am 01.01.2011, verlieren die betreffenden
Rinder diesen Status und sind zu untersuchen.
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X |
| N35 |
BVDV unverdächtiges Rind (abgeleitet über
vir. neg. Kalb) |
Die Mutter eines Kalbes mit Status
N10 bis N16 ist automatisch BVDV-unverdächtig;
sie muss damit nicht selbst untersucht werden. Dieser vom Kalb abgeleitete
Status wird bei der Mutter überschrieben, sobald ein eigenes
Untersuchungsergebnis vorliegt. |
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| U0 |
BVDV infiziert (virologisch positiv nach Ohrstanze, ggf. nachuntersuchen) |
Rind mit einem virologisch positiven Untersuchungsergebnis (Ohrgewebe als
Probenmaterial) |
x |
| U1 |
BVDV infiziert (virologisch positiv,
ggf.nachuntersuchen) |
Rind mit einem virologisch positiven Untersuchungsergebnis |
X |
| U2 |
BVDV infiziert (virologisch positiv, Nachuntersuchung unklar) |
Rind mit einem virologisch positiven Untersuchungsergebnis, - zusätzlich mit einer Nachuntersuchung, die jedoch nicht im vorgeschrieben Untersuchungsabstand erfolgt und damit nicht valide ist. |
X |
| U3 |
BVDV infiziert
(virologisch positiv, nach vorangegangenem vir. neg.) |
Wenn ein
Rind mit N-Status (N10-N16) virologisch positiv reagiert, wechselt der
Status auf U3. |
X |
| U35 |
Mutter eines PI-Tieres, ggf. untersuchen |
Zugewiesen
wird dieser Status einer Mutter ohne eigenen Befund oder mit einem
O-Status oder abgeleiteten N35-Status, deren Kalb den Status P9, P10, P11
oder P35 hat. Der Status U35 ändert sich auch nicht, wenn die Kuh mehrere
negative Kälber zur Welt bringt. Sobald ein eigenes Ergebnis vorliegt,
wird U35 überschrieben. |
X |
| P9 |
BVDV infiziert, wahrscheinlich persistent (ohne Wiederholung, tot vor
Ablauf von 40 Tagen) |
Rind mit einem virologisch positiven Untersuchungsergebnis - d. h. mit Status U0 oder U1 oder
U2 oder U3, das vor Ablauf von 40 Tagen geschlachtet oder getötet wurde bzw. verendete |
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| P10 |
Persistent mit BVDV infiziert (ohne Wiederholungsuntersuchung nach
Ablauf von 40 Tagen) |
Nach §1 der BVD-VO gilt ein Rind persistent infiziert, wenn es mit positiven Befund untersucht worden ist (Status U0, U1 oder
U2 oder U3) und bei dem eine Wiederholungsuntersuchung nach längstens 40
Tagen unterblieben ist. Bei
einem negativen Befund nach Ablauf der 40 Tage-Frist ändert sich der
Status auf N13 |
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| P11 |
Persistent mit BVDV infiziert (virologisch positiv, nach Wiederholungsuntersuchung) |
Nach §1 der BVD-VO gilt ein Rind persistent infiziert, wenn es mit positiven Befund untersucht worden ist und vor
Ablauf von 40 Tagen eine weitere Untersuchung mit positiven Ergebnis durchgeführt wurde. |
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| P35 |
Persistent mit BVDV
infiziert, Nachkomme eines PI-Tieres, abgeleitet von PI-Mutter
|
P35 wird
an ein von einer PI-Mutter geborenes Kalb vergeben, das selbst nicht untersucht wurde bzw. kein
valides Ergebnis hat. Die Mutter gilt als PI-Tier, wenn sie den Status P9, P10 oder P11
trägt. Sobald ein eigenes Ergebnis vorliegt, wird P35 überschrieben. |
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| P99 |
möglicherweise
persistent mit BVDV infiziert, Widerspruch in den Daten |
P99
wird generiert, wenn ein virologisch positives Untersuchungsergebnis
vorliegt und der Todeszeitpunkt des Tieres nicht eindeutig bestimmbar ist,
weil im Lebenslauf mehrere Endemeldungen vorkommen (Tod- und Schlachtung).
Die 40 Tage - Fristberechnung ist somit nicht möglich, die darüber
entscheidet, ob das Rind den Status P 9 oder P10 zugewiesen bekommt. |

Sollen die Rinder nach bestimmten Altersgrenzen gefiltert werden, ist die
gewünschte Altersgruppe zu aktivieren. Individuelle Altersgrenzen sind durch Eingabe
einer Anzahl von Monaten zu setzen. Beispielsweise wird bei der Angabe von
3 alle Rinder im Alter von drei Monaten gesucht. Um Tiere in einem bestimmten
Altersabschnitt zu filtern, ist die Unter- und Obergrenze anzugeben (z. B. 24-
60).
Das Eingabefeld "spez. Alter" verfügt über erweiterte
Suchoptionen, erkennbar an dem Fragezeichen mit dem grünen Rand
.

Dieses Eingabefeld verfügt über erweiterte
Suchoptionen, erkennbar an dem Fragezeichen mit dem grünen Rand
.
Die Abfrage von Rindern, die in einem bestimmten Zeitraum geboren sind, ist
hier möglich.
Beispiel: Tiere im Jahr 2011 geboren, älter sechs Monate (lebend) und nicht
untersucht:

Abfrage von Tieren mit BVD-Testergebnissen OHNE Geburtsmeldung ist
über Geburtsdatum LEER (Angabe Status 0-999) möglich!


Dieses Eingabefeld verfügt über erweiterte
Suchoptionen, erkennbar an dem Fragezeichen mit dem grünen Rand
.
Das Status-Datum entspricht in der Regel dem Probenahmedatum; im Fall eines
abgeleiteten Status (z.B. P9= BVDV infiziert, wahrscheinlich persistent (ohne
Wiederholung, tot vor Ablauf von 40 Tagen) handelt es sich um das Todesdatum.
Beim Status P10 (Persistent mit BVDV infiziert (ohne Wiederholungsuntersuchung
nach Ablauf von 40 Tagen) ergibt sich das Statusdatum aus dem Zeitpunkt der
abgelaufenen 60-Tage-Frist.
Soll die Abfrage von PI-Tieren auf einen bestimmten Zeitraum des Statusdatums
eingeschränkt werden, ist hier ein Datum bzw. Datumsbereich anzugeben.

Mit der Schaltfläche "Download" können die Daten als CSV-Datei
oder im PDF-Format heruntergeladen und lokal gespeichert werden.
CSV: mit Semikolon getrennte Daten, die lokal weiterverarbeitet werden
können
Die Dateiendung CSV ist eine
Abkürzung für Comma-Separated Values. Eine CSV-Datei enthält in der erste Datenzeile die Spaltennamen und in den
weiteren Datenzeilen die Daten. Zur Trennung der
Datenfelder (Spalten) innerhalb der Datensätze ist ein Semikolon üblich.
Das CSV-Dateiformat eignet sich zum Import in verschiedene
Tabellenkalkulationsprogramme wie z.B. Microsoft Excel oder Star-Office, aber
auch in Datenbanken oder Textverarbeitungssysteme mit Serienbrieffunktion. Die
Daten können lokal weiterverarbeitet, sortiert und beliebig aufbereitet werden.
Zusätzlich kann für die CSV-Datei gewählt werden, ob der Datencode
numerisch, als Kurz- oder Langtext oder im Standardformat ausgegeben werden
soll, z.B. für das Geburtsland (Deutschland = 276 numerisch oder "DE"
als Kurztext oder "Deutschland" als Langtext oder "276(DE"
im Standard-Format).
PDF
 |
Zur Anzeige und Drucken der Statistik im PDF-Format benötigen
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Zählen
Die Schaltfläche dient zum Zählen von bereits in der HIT
gespeicherten Datensätzen. Damit können Sie überprüfen, wie viele Tiere nach
den angegebenen Auswahlkriterien gefunden und damit beim "Anzeigen"
oder "Download" ausgegeben werden.
Anzeigen
Die Schaltfläche dient zum Anzeigen von bereits in der HIT gespeicherten Datensätzen.
Download
Die Schaltfläche dient zum Herunterladen von bereits in der HIT gespeicherten Datensätzen. In Abhängigkeit von der weiteren Nutzung
der Daten stehen zwei Downloadformate zur Verfügung: CSV und PDF
BVD-Veterinärvorgänge
Die Schaltfläche führt in die Veterinärvorgangsliste mit Ausgabe der ggf.
vorliegenden BVD-Vorgänge
9596, 9694-9696 und 9698-9699.
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